Informationen über einheimische Marderartige:
Mink, Amerikanischer Nerz (Mustela vison Schreber, 1777)
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiets des Minks ist Nordamerika. Seit Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts wurde er nach Europa eingeführt und dort in großer Zahl in Pelztierfarmen gehalten. Durch entlaufene oder von Tierschützern befreite Tiere entstanden seitdem zahlreiche Populationen in verschiedenen europäischen Ländern.
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| Nahrung |
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Die Nahrung des Minks kann je nach Lebensraum und Jahreszeit erheblich variieren,
es werden jeweils die am leichtesten zu erreichenden Beutetiere gefressen.
Nach Untersuchungen in Irland sind unter den wasserlebenden Beutetieren neben Fischen wie Aalen oder Barsche auch Flußkrebse wichtiger Nahrungsbestandteil.
An Land wurden unter den Säugetieren vor allem Ratten und Kaninchen verzehrt.
Vögel können auch einen erheblichen Anteil der Beutetiere ausmachen.
Außerdem wurden auch verschiedene Mäuse- und Spitzmaus-Arten sowie Amphibien (Rana-Arten) als Nahrungsbestandteile nachgewiesen.
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| Fortpflanzung |
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In Nordamerika erstreckt sich die Ranzzeit von Ende Februar bis Mitte April. Die Trächtigkeitsdauer variiert zwischen 40 und 75 Tagen, im Schnitt beträgt sie 51 Tage.
Die großen Schwankungen kommen durch eine verzögerte Implantation zustande. Es können zwischen einem und zehn Jungtiere geboren werden, größere Würfe von bis zu 15 sind Ausnahmen.
Die durchschnittliche Wurfgröße liegt bei vier bis fünf.
Das Gewicht von neugeborenen Farmnerzen beträgt zwischen 4 und 14 g, bei einem Durchschnitt von 8,7 g.
Mit vier Wochen beginnen die Jungen feste Nahrung aufzunehmen. Das Öffnen der Augen erfolgt zwischen dem 33. und 37. Tag, in der sechsten Wochen wird erstmals das Nest verlassen.
In freier Wildbahn bleiben die Jungen bis zum Juli bei ihrer Mutter. Der Zeitpunkt der Abwanderung ist jedoch variabel und scheint mit der Größe der Jungtiere zusammenzuhängen.
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| Literatur |
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- Dunstone, N. (1993): The mink. Poyser Natural History, London.
- Kuby, F. (1982): Über die Verhaltensontogenese von Farmnerzen (Mustela vison f. dom.) in Großgehegen. Dissertation, Hannover.
- Stubbe, M. (1993): Mustela vison Schreber, 1777 - Mink, Amerikanischer Nerz. In: Stubbe, M. & Krapp, F.: Handbuch der Säugetiere Europas. Aula-Verlag, Wiesbaden: 654-698.
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