Informationen über einheimische Marderartige:
Frettchen (Mustela putorius f. furo)
Das Frettchen ist das einzige Haustier unter den
Marderartigen. Seine wilde Stammform ist vermutlich der Europäische
Iltis. Ursprünglicher Verwendungszweck des seit mindestens 2000
Jahren gezüchteten Frettchens ist die Jagd auf Kaninchen (Frettieren).
Aktuell: Neues Frettchen-Buch erschienen: "Frettchen konkret. Kennenlernen – verstehen – artgerecht halten" von Beate Ludwig, Verlag Manfred Hennecke, 1. Auflage, 2009 Weitere Informationen
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| Körperbau und Verbreitung |
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Frettchen-Rüden erreichen ein Gewicht von 1300 bis 2000 g, die Fähen dagegen nur 500 bis 900 g. Die Fellfarbe ist sehr variabel: Es gibt gelblich-weiße Frettchen mit roten Augen (Albinofrettchen), braune mit einer weißen Gesichtsmaske (Iltisfrettchen) oder andere Farbschläge (Siam-, Harlekin-, Steppeniltis- oder Pandafrettchen).
Besonders häufig werden Frettchen in Westeuropa und Nordamerika gehalten. In freier Wildbahn kommen sie in Neuseeland vor, dort wurden sie zur Kaninchenbekämpfung ausgesetzt.
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Die Farbvarianten des Frettchens
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| Iltisfrettchen | Albinofrettchen | Siamfrettchen |
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| Harlekinfrettchen | Steppeniltisfrettchen | Pandafrettchen |
| Zeit- und Raumnutzung |
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Frettchen werden
in Innen- und Außen-Käfigen, in Gehegen oder freilaufend in der Wohnung gehalten.
Bei einer Käfighaltung, die immer nur eine Notlösung darstellt, brauchen sie
unbedingt ihren täglichen Auslauf. Im Freien sollte man Frettchen nur angeleint laufen lassen,
da sie ansonsten leicht entlaufen. Ein Frettchen-Gehege sollte mindestens 4 bis 6 qm groß
und mit Kletter-, Spiel- und Versteckmöglichkeiten strukturiert sein.
Frettchen sind sehr gesellig. Man sollte sie daher immer mindestens zu
zweit halten. Ein Mensch kann den Artgenossen nie ersetzen.
Frettchen spielen gern miteinander und vertreiben sich so die Zeit.
Bei Einzeltieren kommt leicht Langeweile auf.
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| Literatur |
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- Choukair, K. (1997): Frettchen als Haustiere. Kach-Verlag, Hanau.
- Henke, G. (2006): Das Frettchen als Haustier in der Kleintiersprechstunde. Graphische Werkstätten Zittau.
- Henke, G. (2008): Frettchen. Gräfe und Unzer 2008
- Herter, K.(1959): Iltisse und Frettchen. Westarp Wissenschaften, Nachdruck 2004
- McKay, J. (1995): Complete Guide to Ferrets. Swan Hill Press, Shrewsbury.
- Ludwig, Beate (2009): Frettchen konkret. Kennenlernen – verstehen – artgerecht halten. Verlag Manfred Hennecke, Remshalden. Weitere Infos
- Wenzel, U.D. (1996): Frettchen in der Kleintierpraxis. Gustav Fischer Verlag, Jena.
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