Europäischer Feldhase (Lepus europaeus PALLAS, 1778)
Er ist in den letzten zwanzig Jahren ins Gerede gekommen: Drastische Bestandsrückgänge bereiten nicht nur den Jägern Sorgen.
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| Zeit- und Raumnutzung |
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Als ursprünglicher Steppenbewohner bevorzugt der Feldhase offene bis halboffene Landschaften. Dementsprechend stellt die heutige landwirtschaftlich genutzte Kulturlandschaft den bedeutendsten Anteil seines Lebensraumes dar. Geschlossene Waldgebiete werden kaum besiedelt.
Die Größe des Aktionsraumes variiert je nach Gegebenheiten beträchtlich. Er kann von wenigen Hektar bis über 300 ha reichen.
Feldhasen legen keine Baue an, wie es z.B. die Wildkaninchen tun, sondern verbringen das gesamte Jahr an der Bodenobefläche, was bedeutet, daß die Tiere den Elementen mehr oder weniger schutzlos ausgesetzt sind. Durch diese Lebensweise sind die Tiere jedoch auf ein verhältnismäßig mildes und niederschlagsarmes Klima angewiesen.
Ein gewisses Maß an Schutz bieten die sogenannten Sassen, in denen die Hasen ihre Ruhephasen verbringen, und von denen sie in ihren Streifgebieten mehrere besitzen. Sie werden unter Ausnutzung des Bodenreliefs meist an deckungsbietenden, windgeschützten und sonnigen Stellen angelegt.
Der Aktivitätsschwerpunkt des Feldhasen liegt typischerweise in den Nachtstunden. Bei hohen Dichten scheinen die Tiere jedoch auch tagsüber aktiv zu sein.
Sein Verbreitungsgebiet umfaßt ganz Mittel- und Osteuropa, sowie Teile des vorderen Orientes und einige Mittelmeerinseln.
Darüber hinaus wurde er eingebürgert in Irland, Skandinavien, Chile, Argentinien, Nordamerika, Südsibirien, im Fernen Osten, in Australien und Neuseeland.
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| Literatur |
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- Schneider, E. (1978): Der Feldhase. BLV Verlagsgesellschaft München.
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